Archive for the 'Gedachtes' Category

02
Feb
11

Too much emotional

 

 

Ein alter Indianer saß mit seinem Enkel am Lagerfeuer und schaute in die Flammen. „Weißt du“, sagte der alte, „ganz oft habe ich das Gefühl, in mir kämpfen zwei Wölfe miteinander. Der eine ist melancholisch und traurig, der andere ist freudig und lebensfroh….“ „Und wer gewinnt?“ fragte der Enkel.
„Der, den ich füttere!“

(Quelle unbekannt)

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16
Jan
10

23 Dohlen

„23 Dohlen fliegen durch die Nacht.
Du wirkst ganz durcheinander, was ham sie bloß gemacht?
Du blickst in‘ dunklen Himmel und siehst die Schwärme ziehn;
die dich nich nur beherrschen, sondern auch fernbedien‘.“

a

Obwohl es sich bei diesem Bild wohl eher um eine Krähe als um eine Dohle handelt, kam mir nach der Bearbeitung in Photoshop unwillkürlich dieses Stück von Deichkind in den Sinn. Anspieltipp.

25
Feb
08

blogparade: ethische grenzen der fotografie

Über eine Blogparade zu einem vielschichtigen Thema bin ich plötzlich gesolpert: Ethische Grenzen der Fotografie. Ein Thema, welches schon vielfach in sämtlichen Facetten durchgekaut wurde. Doch hier steht der individuelle Umgang mit Ethik im Vordergrund, so dass ich mich genötigt sehe, teilzunehmen.

1. Wo siehst Du die Grenze für Reportage-Fotografen, z.B. bei Kriegsberichterstattung?
Abhängig vom Zweck der Reportage. Im Falle der Kriegsberichterstattung zählt Objektivität. Es darf also nichts unter den Tisch gekehrt werden, aber umgekehrt sich auch nicht sensationslustig brutaler Bilder bedient werden, um „Quote zu machen“.

2. Wo ziehst Du die Grenze für Dich selbst (würdest Du z.B. einen Verkehrsunfall mit Verletzten und evtl. sogar Toten fotografieren)?
Bei dem Sinn der Fotografie. Das genannte Beispiel steht außer Frage – während man Verletzte versorgt, kann man keine Fotos machen. Ansonsten gilt: Als BILd-Reporter würde ich keine Fotos machen. Als Sprecher der Initiative „Fahren ohne Alkohol“ oder in ähnlicher Position durchaus. Es gilt auch hier: Der Zweck heiligt die Mittel.

3. Wie stehst Du zur Auszeichnung von Fotos, z.B. mit dem World Press Photo Award, die das Leid anderer Abbilden und davon “profitieren”?
Siehe Frage 2.
Es gibt großartige Fotos, die das Leid von Menschen porträtieren. Ohne derartige Mahnungen wäre die Fotografiegeschichte um einen Großteil ihrer Berechtigung gebracht.

EDIT:

Bestes Beispiel für derartige Fotografien ist Robert Capas Falling Soldier, ein beeindruckendes Dokument, welches zu meinen Lieblingsbildern zählt.

4. Denkst Du, dass man mit der Fotografie tatsächlich etwas bewegen, also z.B. die Welt aufrütteln kann und rechtfertigt das dann die Fotografie “um jeden Preis”?
Man kann – mit dem richtigen Foto am richtigen Ort. So lange man keine Möglichkeit hat, sein Foto der Weltöffentlichkeit zu zeigen, sollte man mit dem „um jeden Preis“ sensibel umgehen.

5. Wahrst Du selbst schon mal in der Situation, in der Du überlegt hast, ob Du eine bestimmte Situation ablichten sollst/kannst/darfst oder nicht? Wie hast Du Dich entschieden und warum?

Bei einem kürzlichen Fotoshooting mit einer Freundin landeten wir auf einem Friedhof. Meine Absicht dabei war, mich erstmalig in der Gothic-Fotografie zu versuchen. Ins Stocken geriet ich, als ich durch den Sucher blickte und mir aufging, dass man auf manchen Fotos die Inschriften der Grabsteine sehen könnte. Die Vorstellung, dass ich mich durch derartige Bilder blättere und den Grabstein naher Verwandter dort wiederfinde, hat mich auch nachdenklich gemacht. Resultat: Ich habe mich bemüht, mich auf Rückseiten von Grabsteinen oder wesentlich unpersönlichere Denkmäler in den Hintergrund zu nehmen – sämtliche Namen etc., die erkennbar sind, werde ich unkenntlich machen per Photoshop.
Das war aber keine derart bedeutungsvolle Entscheidung. bei wirklich dramatischen Ereignissen war ich bisher nicht anwesend.

19
Feb
08

Sinn?

Web 2.0?

Banal. Dies wird mein persönliches Web -> Web 2.0TS.

Über Sinn und Unsinn derartiger Unterfangen lässt sich nicht mehr streiten. Reine Selbstdarstellung, oder, wissenschaftlich ausgedrückt, „Identitätsmanagement“(Reichmayr 2005). Doch wen schert dies, wenn sich meinereiner Eitelkeit brüsten darf auf Grund der Fortschrittlichkeit, Modernität etc.

Zudem fühle ich mich als guter Mensch, denn „Weblogs steigern (…) die Chancen für gelingende Kommunikationen und können – insoweit sie den Erwerb sowohl personenbezogener als auch beruflich relevanter Kompetenzen fördern – funktional für eine Gesellschaft sein“ (ebd.) Keine Ahnung, ob es klappt – aber meine derzeitige Referatsausarbeitung verspricht weniger Abwechslung.

Quellen: Reichmayr, Ingrid (2005) Weblogs von Jugendlichen als Bühnen des Identitätsmanagements. Eine qualitative Untersuchung. in: Schmidt, Jan; Schöneberger, Klaus; Stegbauer, Christian (Hrsg.): Erkundungen des Bloggens. Sozialwissenschaftliche Ansätze und Perspektiven der Weblogforschung. Sonderausgabe von Kommmunikation@gesellschaft, jg. 6